Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenkassen haben die Regelung zur Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen erweitert. Voraussetzung für die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Dauer von bis 14 Tagen nach telefonischer Anamnese ist ein Infektionsverdacht oder leichte Beschwerden der oberen Atemwege beim Patienten.

Patienten können somit dem Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll hierdurch das Risiko für die Ausbreitung des Virus reduziert werden.
Sollte beim Patienten ein Infektionsverdacht bestehen und ein Test erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo der Patient sich testen lassen kann. Gegebenenfalls schickt der Arzt dem Patienten eine Überweisung für einen Test per Post zu.

Die Regelung zur telefonischen Arbeitsunfähigkeit  ist bis zum 23.06.2020 befristet.

Für Arbeitnehmer ist weiterhin zu beachten:

1) Melden Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit unverzüglich Ihrem Arbeitgeber per Telefon, E-Mail oder sonstige Kommunikationsmittel vor Arbeitsantritt und teilen Sie die voraussichtliche Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit mit.

2) Reichen Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung unverzüglich, wie im Arbeitsvertrag vereinbart, oder bis spätestens zum 3. Tag Ihrer Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber ein.